Supramental

Im  Modell von Stanislav Grof zählen "Erinnerungen" der suprakosmischen Leere zur letzten Kategorie transpersonaler Erfahrungen. Es ist ein Phänomen, für dessen Beschreibungen unsere Sprache gänzlich ungeeignet ist. Selbst der Begriff Erfahrung ist dafür unzureichend. 

In der mystischen Literatur des Ostens finden wir Anhaltspunkte für mögliche Umschreibungsversuche. Sri Aurobindo schreibt über die Folgen der supramentalen Öffnung:  "Sie eröffnet eine Schau auf Höhen des Bewußtseins, die in der Tat wohl aufgeleuchtet sind und besucht worden sind, die aber in ihrer Vollständigkeit erst entdeckt und topographisch aufgezeichnet werden müssen. Der höchste dieser Gipfel oder die oberste dieser Hochebenen des Bewußtseins, die supramentale, liegt weit jenseits der Möglichkeit eines mentalen Entwurfs und seiner Landkarte, weit jenseits irgendeines Erfassen kraft mentalen Sehens und Beschreibens." (Der Integrale Yoga S. 98)
 
Das supramentalisierte Wesen, so Aurobindo weiter "...schaut die Dinge von oben her in weiten Zeitläufen und auf dem höchsten Punkt der Entwicklung in unendlichen Zeiträumen. Sein Gesichtsfeld ist nicht durch den Standpunkt der Gegenwart begrenzt, sein Schauen vollzieht sich vielmehr in der Kontinuität der Zeit oder in der Unteilbarkeit des höheren Geistes auf einem Standpunkt oberhalb aller Zeit."  (Der Integrale Yoga S. 126)
 

 

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